Kulturstrategie beschlossen - ein wichtiger Schritt auf einem zukunftsweisenden kulturpolitischen Weg

Am 19. März 2026 hat der Kärntner Landtag die erste Kunst- und Kulturstrategie des Landes beschlossen – eingebettet in die letzte Rede von Landeshauptmann Peter Kaiser. Der Beschluss markiert damit nicht nur einen kulturpolitischen Meilenstein, sondern auch einen politischen Übergang.

Am 19. März 2026 hat der Kärntner Landtag die erste Kunst- und Kulturstrategie des Landes beschlossen – eingebettet in die letzte Rede von Landeshauptmann Peter Kaiser. Der Beschluss markiert damit nicht nur einen kulturpolitischen Meilenstein, sondern auch einen politischen Übergang.

Diese Gleichzeitigkeit ist mehr als ein Detail. Sie rahmt die Strategie von Beginn an: als Abschluss einer politischen Ära – und als Auftrag für die nächste.

Der vorausgegangene Beteiligungsprozess mit über 1.400 Mitwirkenden aus Kunst, Kultur und Zivilgesellschaft verleiht der Strategie eine breite Basis. Viele der formulierten Ziele – die Sicherung kultureller Vielfalt, die Stärkung von Zweisprachigkeit, die Bedeutung von Erinnerungskultur – entsprechen zentralen Forderungen aus der Szene.

Gerade deshalb richtet sich der Blick nun auf die Umsetzung.

Denn die Erfahrung zeigt: Kulturpolitische Strategien entfalten ihre Wirkung nicht durch ihren Beschluss, sondern durch ihre Verbindlichkeit im Alltag. Und dieser Alltag ist für viele Kulturarbeiter*innen weiterhin geprägt von prekären Bedingungen, kurzfristigen Förderlogiken und fehlender Planungssicherheit.

Der Zeitpunkt des Beschlusses wirft daher auch Fragen auf:
Wird die Strategie von der nächsten politischen Konstellation mitgetragen? Werden die formulierten Maßnahmen entsprechend finanziell unterlegt? Bleibt die Einbindung der Szene bestehen?

Für die IG KiKK ist klar: Die beschlossene Strategie ist ein wichtiger Schritt. Zugleich ist sie ein Prüfstein für die kulturpolitische Ernsthaftigkeit der kommenden Jahre.

Kulturpolitik entscheidet sich nicht im Moment des Applauses – sondern in der Kontinuität ihrer Umsetzung.

Quelle und Foto: https://www.ktn.gv.at/Service/News?nid=39316