IG KiKK 30 Jahre Festrede von Walter Oberhauser und Alina Zeichen auf den Neuen Platz in Klagenfurt Celovec anlässlich des 30 jährigen Jubiläums der IG KiKK.
30 Jahre IG KiKK in der ersten online-BRÜCKE Ausgabe Anlässlich unseres heurigen Jubiläums 30 Jahre IG KiKK erschien in der Kulturzeitrischft des Landes Kärnten DIE BRÜCKE Ausgabe Nr. 17 eine kleine Zeitreise durch unsere Aktivitäten. Dazu empfehlen wir auch unsere historische Aufarbeitung – unter Geschichte. Diese Ausgabe stand nicht nur im Zeichen von carinthiJA2020, sondern ist die erste online-BRÜCKE Ausgabe und kann auch heruntergeladen werden.
Seit heute ist es offiziell: Ulrike Lunacek legt ihre Funktion als Staatssekretärin für Kunst und Kultur zurück, wer ihr nachfolgt ist bislang offen. Ein Personalwechsel alleine löst jedoch keine der drängenden Probleme, sondern droht vielmehr zu weiteren Verzögerungen zu führen. Wir appellieren an die gesamte Bundesregierung und Vizekanzler Werner Kogler, als Minister für Kunst und Kultur, Verantwortung zu übernehmen und ihr Versprechen an die österreichische Kulturszene endlich in die Tat zu setzen!
Aus dem Symposium im April 2020 „Demokratie in Bewegung // Demokracija v razvoju“ haben wir von allen Beteiligten drei zentrale Themen herausgearbeitet, die wir in drei Folgeveranstaltungen wieder aufgreifen. Um diese „Kultur der Beteiligung“ weiterzutragen, laden wir zu zwei kleineren Arbeitsgruppen und zu einem größeren Workshop ein. Ziel ist die gemeinsame Erarbeitung konkreter Maßnahmen bzw. eines Strategiepapiers mit mittel- und langfristigen Forderungen und vielleicht auch Ausblicken und Visionen.
Kulturrat Österreich fordert Runden Tisch für eine reale und schnell wirksame Existenzsicherung von Künstler*nnen, Kulturschaffende und gemeinnützige Trägerorganisationen der freien Kulturszene. Denn es hakt massiv bei den bestehenden Unterstützungsstrukturen, so sie bislang überhaupt existieren. Speisen Sie den Kunst- und Kultursektor nicht mit Almosen ab. Setzen Sie das Versprechen der Regierung, niemanden zurücklassen zu wollen, koste es was es wolle, in die Tat um!
WIR SIND VIELE – Jede*r Einzelne Von Uns! ERKLÄRUNG DER VIELEN IN DER REPUBLIK ÖSTERREICH
IG KiKK Symposium 2020 Bei den Kulturinitiativen in Kärnten springen zwei Besonderheiten ins Auge: einmal die Dichte an Kulturinitiativen südlich des Zentralraumes Klagenfurt— Villach und zum anderen die hohe Kontextualisierung der Kulturinitiativen zur slowenischen Volksgruppe. Im Sektor Kunst, Kulturarbeit und -vermittlung hat sich eine Mischzone gebildet, in der über gegenseitige Anerkennung und Begegnung hinaus gemeinsames Handeln wirksam geworden ist und wird. Kulturinitiativen als soziokulturelle Interventionen stoßen demokratische Prozesse an, kritisieren und verändern Bedingungen der Kulturarbeit. Dies wird umso wichtiger in Krisenzeiten, in denen strukturelle Mängel wirksam werden und deutlich hervortreten. Die thematische Verschränkung von Kultur und Demokratie hat mit der aktuellen Krise an Brisanz gewonnen. Der Inhalt des Symposiums richtet sich an Akteur*innen in Kulturinitiativen, Kulturinstitutionen und Kulturpolitik und -verwaltung, die Bedingungen der Arbeit und Verhältnisse der Ungleichheit in und nach der Krise aufzeigen, reflektieren und verändern wollen.
Die Uhr tickt. Setzen Sie Ihr Versprechen an die österreichische Kulturszene endlich in die Tat um! In einem gemeinsamen Brief appelliert die IG KiKK gemeinsam mit allen anderen Landesorganisationen der freien Kulturarbeit und ihrem Dachverband, der IG Kultur Österreich, an die Österreichische Bundesregierung: Setzen Sie die bisher nur angekündigte Unterstützung für gemeinnützige Organisationen endlich rasch und unbürokratisch um. Die Zahl der zahlungsunfähigen Kulturvereine steigt von Tag zu Tag. Lassen Sie es nicht zu, dass eine beispiellose Konkurswelle Österreichs Kulturlandschaft erschüttern und nachhaltig schädigen wird.
In einem gemeinsamen Brief appellieren IG Kultur Österreich und die Landesorganisationen der freien Kulturarbeit an die Österreichische Bundesregierung: Setzten sie die bisher nur angekündigte Unterstützung für gemeinnützige Organisationen endlich rasch und unbürokratisch um. Die Zahl der zahlungsunfähigen Kulturvereine steigt von Tag zu Tag. Lassen Sie es nicht zu, dass eine beispielslose Konkurswelle Österreichs Kulturlandschaft erschüttern und nachhaltig schädigen wird.
Kunst Kultur Gutscheinlösung Unter dem vielversprechenden Namen „Gesetz zur Sicherung des Kunst-, Kultur- und Sportlebens vor den Auswirkungen der COVID-19 Krise“ hat die Bundesregierung heute ein Gesetz beschlossen. In der Substanz ermöglicht das Gesetz Veranstalter*innen bei Absagen anstelle der Rückerstattung des Ticketpreises Gutscheine auszustellen. Eine sehr ambivalente Lösung, deren Titel trügt: der Vorschlag geht an den Realitäten vieler kleiner Kulturinitiativen, die jetzt akut um ihr Überleben kämpfen, vorbei; statt staatlicher Kompensationen für die unverschuldeten Ausfälle der Veranstalter*innen muss nun das Publikum einspringen.
Veranstaltungsverbot Corona Soforthilfen Die Verlängerung des Veranstaltungsverbots bis (vorläufig) Ende Juni schafft für die Kulturszene mehr Planungssicherheit. Bis dahin werden über 5.000 weitere Veranstaltungen österreichweit abgesagt werden müssen. Die bislang nur angekündigten Soforthilfen für Kulturvereine müssen nun rasch umgesetzt werden, Perspektiven zur Existenzsicherung in einem umfassenden Konjunkturpaket entwickelt werden. Die angekündigte schrittweise Öffnung in Richtung „Normalbetrieb“ muss auch den Kulturbereich, jenseits des Veranstaltungsbetriebs, berücksichtigen.
Die Coronakrise und die damit verbundenen Einschränkungen wirken sich stark auf die freie Kulturszene aus. Eine erste Datenerhebung zu den Auswirkungen der COVID-19-Maßnahmen auf die unabhängigen Kulturvereine und -einrichtungen wirft nun ein Schlaglicht auf die Situation: In nur einem Monat ist bereits ein Schaden von mindestens 4,5 Millionen Euro entstanden, über 3.000 Beschäftigten droht die Erwerbsgrundlage wegzubrechen, der Fortbestand vieler Kulturvereine und -einrichtungen ist akut gefährdet. Die bestehenden Soforthilfen greifen jedoch nur bedingt. Für gemeinnützige Kulturorganisationen, die bislang noch explizit aus den bestehenden Unterstützungsfonds ausgeschlossen sind, braucht es nun schnelle und unbürokratische Unterstützung.