Die erste Europäische Theaternacht in Österreich ist Geschichte!

Ein großartiger Erfolg war die Premiere der Europäischen Theaternacht in Österreich, der ohne die Beteiligten KünstlerInnen, Theaterhäuser und ihre TechnikerInnen und den OrganisatorInnen nicht gelungen wäre. Das Projekt EUROPÄISCHE THEATERNACHT folgt einer kroatischen Initiative, NOĆ KAZALIŠTA, und fand heuer am 19. November zum ersten Mal auch in Österreich statt.

Ein großartiger Erfolg war die Premiere der Europäischen Theaternacht in Österreich, der ohne die Beteiligten KünstlerInnen, Theaterhäuser und ihre TechnikerInnen und den OrganisatorInnen nicht gelungen wäre. Das Projekt EUROPÄISCHE THEATERNACHT folgt einer kroatischen Initiative, NOĆ KAZALIŠTA, und fand heuer am 19. November zum ersten Mal auch in Österreich statt. Das Projekt wurde initiiert, um ein Mal im Jahr einen ganzen Tag/Abend/Nacht lang gemeinsam die darstellenden Künste europaweit zu feiern. Denn die Idee der Europäischen Theaternacht ist es, einem möglichst großen Publikum möglichst viel Theater bei kostenlosem Eintritt oder im Rahmen von „pay as you can“ zu bieten.

Am Samstag, den 19.11. ging die erste Europäische Theaternacht – eine Initiative der IG Kultur Österreich – erfolgreich hierzulande über die Bühne. In insgesamt sieben Städten (Wien, Graz, Klagenfurt, Villach, Innsbruck, Tamsweg und Dornbirn) wurden 48 Programmpunkte angeboten, die von Kindertheater, Jugendschauspielworkshops über öffentliche Proben, Theaterführungen bis zu Repertoirestücken und Programmquerschnitten reichten. Es beteiligten sich 33 Theater bzw. Gruppen, die von insgesamt über 2500 ZuschauerInnen besucht wurden. Einige Häuser wie das Theater Drachengasse oder das TAG mussten BesucherInnen sogar wegschicken, ob des großen Andrangs.

Beachtenswert waren auch die unterschiedlichen Spielstätten und Ideen, die die Gruppen beisteuerten. So wurde beispielsweise eine Kapelle im 18. Bezirk vom WORT_ensemble zur Theaterbühne umfunktioniert, der Grazer Theaterverein a.c.m.e. spielte via Live-Stream, der im Zagreber Dubrava Theater gezeigt wurde, das Theater Brett bot einen Video-Querschnitt aus den letzten Jahren und im Westbahntheater wurde ein Überraschungsabend für die Gäste veranstaltet, den verschiedene KünstlerInnen gestalteten, das aktionstheater ensemble verlängerte in Dornbirn die Europäische Theaternacht sogar und veranstaltete am Tag darauf ein Fest, um nur einige Programmpunkte zu erwähnen. Auch von den Medien wurde das Projekt sehr positiv aufgenommen. Der ORF berichtete insgesamt drei Mal im Fernsehen über die Initiative sowohl im „standard online“ als auch im „Kurier“ waren Beiträge zu lesen, im Magazin „GAP“ sowie „le cool“ erschienen Artikel.


Die nächste Theaternacht wird am 17.11.2012 stattfinden, und wir freuen uns schon darauf, diese mit hoffentlich noch mehr TeilnehmerInnen zelebrieren zu können. Wünsche für das kommende Jahr lauten, eine stärkere Beteiligung der Bundesländer sowie eine entsprechende Förderung zu erreichen, damit einerseits die Öffentlichkeitsarbeit weiter ausgebaut werden kann und andererseits unsere weiteren Ziele, neues Publikum zu gewinnen und auch die kleineren Theater mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, erreicht werden. Zudem planen wir langfristig eine noch stärkere Vernetzung mit den anderen teilnehmenden Ländern, um eine nachhaltige Kooperation zwischen nationalen und internationalen Theatern und Gruppen zu erwirken.

Die erstmalige Umsetzung der Theaternacht in Österreich kann rückblickend als No-Budget-Projekt angesehen werden. Insgesamt hatten die Organisatorinnen 2800,- zur Verfügung, die in Webseite, Drucksorten, Versand, Plakatierung und dergleichen investiert wurden. Von seiten des BMUKK und der Stadt Wien gab es keine Förderung, Kleinstförderungen kamen von verschiedenen anderen Landesregierungen, Bezirken und Sponsoren.

Um den niederschwelligen Zugang zu Kultur weiterhin gewährleisten zu können, ist es uns wichtig, an dem Prinzip des freien Eintritts bzw. der Spendenbox festzuhalten. Wir hoffen aber, dass die Europäische Theaternacht einen Fixpunkt im österreichischen Kulturkalender bekommt, so dass dies bei möglichen Subventionierungen von den Förderstellen im Vorhinein berücksichtigt werden kann. Wir sind uns über die prekäre Lage vieler KünstlerInnen gerade in der Freien Theaterszene durchaus bewusst und wollen mit dem Projekt keines Falles diesen zu kritisierenden Umstand unterstützen. Wir glauben aber, dass der Faktor, kostenfrei zu spielen, ein zentrales Element der Erreichung der längerfristigen Ziele, wie der schon angesprochenen Erschließung neuer BesucherInnenschichten, darstellt und damit einen nachhaltigen, auch finanziellen Effekt für die Theater mit sich bringt.

http://www.europaeische-theaternacht.at/
http://europeantheatrenight.com/