Lunch Lecture: Kultur.Macht.Gesellschaft – Das neue IG Kultur Magazin zu Demokratie, Konflikt und kultureller Praxis
In dieser Lunch Lecture stellen Yvonne Gimpel und Monika Mokre die neue Ausgabe des IG Kultur Magazins vor, die von diesen Fragen ausgeht und unterschiedliche Perspektiven auf das Verhältnis von Kultur, Demokratie und gesellschaftlicher Transformation versammelt. Beide sind Autorinnen des Magazins, Yvonne Gimpel zudem Teil der Redaktion. Jetzt zum Nachschauen und als Nachlese.
Nachlese (erstellt mit Hilfe von KI) : Lunch Lecture „Kultur.Macht.Gesellschaft – Kultur und Demokratie“
Im Rahmen der Lunch Lecture der IG KiKK diskutierten Yvonne Gimpel und Monika Mokre gemeinsam mit Moderator*in Mika Palmisano über das Verhältnis von Kultur, Demokratie und gesellschaftlicher Macht.
Ausgangspunkt war die Frage, welche Rolle Kunst und Kultur in demokratischen Gesellschaften spielen – besonders in Zeiten wachsender sozialer Unsicherheit, politischer Polarisierung und drohender Budgetkürzungen im Kulturbereich. Dabei wurde deutlich: Kultur ist nie neutral. Sie kann Räume für Teilhabe, Kritik und gesellschaftliche Aushandlung öffnen, aber ebenso ausschließen oder bestehende Machtverhältnisse festigen.
Yvonne Gimpel sprach über die aktuellen Herausforderungen freier Kulturarbeit: prekäre Arbeitsbedingungen, steigenden Druck auf Kulturinitiativen sowie drohende Kürzungen von Förderungen. Besonders kritisch sei, dass kleine Vereine und freie Kulturarbeiter*innen oft mit Unsicherheit, bürokratischem Aufwand und politischer Einschüchterung konfrontiert seien. Gleichzeitig warnte sie vor Entwicklungen, die international bereits als frühe Warnzeichen demokratischer Erosion beschrieben werden: Diffamierungen, Infragestellung von Förderungen und zunehmender Druck auf kritische Kunst- und Kulturarbeit.
Monika Mokre beleuchtete die demokratiepolitische Bedeutung freier Kulturarbeit aus theoretischer Perspektive. Kultur könne gesellschaftliche Konflikte sichtbar machen und Räume schaffen, in denen unterschiedliche Stimmen gehört werden. Gerade freie Kulturarbeit stelle hegemoniale Vorstellungen infrage und ermögliche politische Öffentlichkeit auch für Menschen, die sonst wenig Zugang zu gesellschaftlicher Mitbestimmung haben.
Ein zentraler Diskussionspunkt war die Frage, wie Kulturarbeit Menschen außerhalb der „eigenen Bubble“ erreichen kann. Besonders Erfahrungen aus der Peripherie und ländlichen Regionen wurden dabei als wertvoll beschrieben: Dort entstehen häufiger direkte Begegnungen und Aushandlungsprozesse mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen. Die Teilnehmenden diskutierten außerdem über Solidarität, gesellschaftliche Spaltungen und die Schwierigkeit, trotz Konkurrenzdruck und Kürzungen gemeinsame Bündnisse aufzubauen.
Mehrfach wurde betont, dass demokratische Kulturarbeit bedeutet, Konflikte auszuhalten, unterschiedliche Perspektiven ernst zu nehmen und Räume für Begegnung offen zu halten. Kulturarbeit könne damit wesentlich dazu beitragen, demokratische Prozesse lebendig zu halten – gerade in gesellschaftlich angespannten Zeiten.
Die Lunch Lecture war Teil des Jahresschwerpunkes der IG KiKK zur „Demokratisierung durch Kultur“. Weitere Veranstaltungen und Nachlesen folgen auf der Website der IG KiKK.
Nachlese in Leichter Sprache
Kultur und Demokratie: Worum ging es?
Die IG KiKK hat eine Lunch Lecture veranstaltet.
Das Thema war:
Wie hängen Kultur und Demokratie zusammen?
Mit dabei waren:
- Yvonne Gimpel von der IG Kultur Österreich
- Monika Mokre
- Moderation: Mika Palmisano
Was wurde besprochen?
Die Gäste sprachen darüber:
- Warum Kultur wichtig für die Demokratie ist
- Warum freie Kulturarbeit oft schwierig ist
- Warum viele Kulturvereine zu wenig Geld haben
- Warum Kunst und Kultur Orte für Diskussionen und neue Ideen sein können
Es wurde gesagt:
Kultur ist nicht nur Unterhaltung.
Kultur kann Menschen zusammenbringen.
Kultur kann auch zeigen, wo es Probleme in der Gesellschaft gibt.
Schwierige Situation für Kulturarbeit
Viele Kulturinitiativen haben wenig Geld.
Förderungen werden gekürzt.
Viele Menschen arbeiten unsicher oder ehrenamtlich.
Das macht freie Kulturarbeit schwer.
Besonders kleine Vereine sind betroffen.
Warum ist freie Kultur wichtig?
Freie Kulturarbeit schafft Räume für:
- Diskussion
- Kritik
- Begegnung
- neue Perspektiven
Auch Menschen, die sonst wenig gehört werden, können dort ihre Stimme zeigen.
Gespräche außerhalb der „Bubble“
Ein wichtiges Thema war:
Wie erreicht man Menschen außerhalb der eigenen Gruppe?
Gerade in kleineren Orten und in der Peripherie entstehen oft direkte Gespräche mit unterschiedlichen Menschen.
Die Teilnehmenden sprachen darüber, wie wichtig es ist:
- Konflikte auszuhalten
- miteinander zu reden
- neugierig auf andere Meinungen zu bleiben
Fazit
Kultur kann Demokratie stärken.
Dafür braucht es:
- Räume für Begegnung
- Solidarität
- Unterstützung für freie Kulturarbeit
- Offenheit für Diskussionen
Die IG KiKK wird das Thema weiterführen.