Awareness- und Gewaltschutzkonzepte | Koncepti za ozaveščanje in zaščito pred nasiljem
Besonders in Bereichen wie der Kultur, die von vielen Menschen mitgestaltet werden, sind die Themen Gewaltschutz und Awareness von essenzieller Bedeutung. Denn Awareness bedeutet hinzusehen, zuzuhören und Verantwortung zu übernehmen, um Orte zu schaffen, in denen sich Menschen sicher und ernstgenommen fühlen. Doch was können Vereine bei der Erstellung von Schutz- und Awarenesskonzepten beachten?
Zlasti na področjih, kot je kultura, kjer se srečuje veliko ljudi, sta zaščita pred nasiljem in ozaveščenost (awareness) bistvenega pomena. Awareness namreč pomeni opazovati, prisluhniti in prevzeti odgovornost, da ustvarimo prostore, v katerih se ljudje počutijo varne in resno obravnavane. Toda kaj morajo društva posebej upoštevati pri pripravi konceptov zaščite? Nachlese: Sichere Räume in der Kultur
Nachlese:
Sichere Räume schaffen: Awareness und Schutzkonzepte in der Kulturarbeit
Sichere Räume entstehen nicht von selbst – sie müssen bewusst gestaltet werden. Wie Kulturvereine und Veranstalter Verantwortung übernehmen können, um Diskriminierung, Grenzüberschreitungen und Gewalt vorzubeugen, war Thema der aktuellen Ausgabe von KiKK OFF – za kulturo.
Ausgangspunkt der Sendung war ein Workshop, den die IG KiKK Ende Mai gemeinsam mit der FH Kärnten, den Schau.Räumen, dem Verein GEMSE, dem Friedenszentrum der Universität Klagenfurt und dem Land Kärnten | Koroška veranstaltet hat. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Awareness- und Schutzkonzepte Vereine dabei unterstützen können, sichere und respektvolle Räume für alle Beteiligten zu schaffen.
Sabrina Felscher von der Fachstelle Kinderschutz des Landes Kärnten erläutert den Unterschied zwischen Awareness- und Schutzkonzepten. Während Awareness-Konzepte vor allem für einzelne Veranstaltungen entwickelt werden und Handlungssicherheit bei Grenzüberschreitungen bieten, sind Schutzkonzepte langfristig angelegt. Sie umfassen unter anderem Verhaltenskodizes, Beschwerdestrukturen, Risikoanalysen, Präventionsmaßnahmen und klare Zuständigkeiten – insbesondere dort, wo regelmäßig mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet wird.
Ein zentrales Anliegen ist dabei Partizipation. Schutzkonzepte sollen gemeinsam entwickelt und regelmäßig überprüft werden. Sie sind keine statischen Dokumente, sondern lebendige Prozesse, die Reflexion ermöglichen und Organisationen dabei unterstützen, Verantwortung dauerhaft wahrzunehmen.
Welche Rolle Awareness bei Veranstaltungen spielt, erklärt Rosi Schöffmann vom Friedenszentrum der Universität Klagenfurt und dem queerfeministischen Verein GEMSE. Awareness-Arbeit orientiert sich an den Bedürfnissen betroffener Personen und versteht sich als erste Unterstützung im Anlassfall. Ziel ist es, Betroffene ernst zu nehmen, gemeinsam Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und gleichzeitig die eigenen Grenzen der Unterstützung zu kennen.
Awareness-Konzepte müssen dabei an die jeweilige Organisation und Veranstaltung angepasst werden. Erreichbare Awareness-Teams, vertrauliche Gespräche, klare Abläufe und die Zusammenarbeit mehrerer Personen zählen zu den wesentlichen Grundlagen. Ebenso wichtig ist der gemeinsame Aushandlungsprozess innerhalb eines Vereins, denn sichere Räume entstehen durch kontinuierliche Auseinandersetzung, gegenseitige Rücksichtnahme und die Bereitschaft, Strukturen weiterzuentwickeln.
Die Sendung macht deutlich: Awareness- und Schutzkonzepte sind weit mehr als organisatorische Vorgaben. Sie schaffen Orientierung, stärken Verantwortung und tragen dazu bei, Kulturorte diskriminierungssensibel, offen und sicher zu gestalten.
Nachlese leichte Sprache
Sichere Räume in der Kultur
Wie können Kulturvereine dafür sorgen,
dass sich alle Menschen sicher fühlen?
Darum geht es in der neuen Sendung
„KiKK OFF – za kulturo“.
Die IG KiKK hat einen Workshop organisiert.
Mit dabei waren:
- die FH Kärnten
- die Schau.Räume
- der Verein GEMSE
- das Friedenszentrum der Universität Klagenfurt
- das Land Kärnten | Koroška
Im Workshop ging es um sichere Räume.
Ein sicherer Raum ist ein Ort,
an dem Menschen mit Respekt behandelt werden.
Dort soll niemand Angst haben.
Niemand soll beleidigt oder ausgegrenzt werden.
In der Sendung werden zwei wichtige Themen erklärt.
Das erste Thema heißt Awareness.
Awareness bedeutet:
Aufmerksam sein.
Hinschauen.
Zuhören.
Menschen ernst nehmen.
Wenn etwas passiert,
bekommen betroffene Menschen Unterstützung.
Zum Beispiel,
wenn sie beleidigt oder belästigt werden.
Das zweite Thema heißt Schutzkonzept.
Ein Schutzkonzept hilft einem Verein,
Gewalt zu verhindern.
Es beschreibt,
wer Verantwortung hat.
Es erklärt,
was bei Problemen zu tun ist.
Und es zeigt,
wo Menschen Hilfe bekommen.
Sabrina Felscher von der Fachstelle Kinderschutz erklärt:
Awareness-Konzepte sind oft für einzelne Veranstaltungen.
Schutzkonzepte gelten für die ganze Organisation.
Sie begleiten die Arbeit über einen langen Zeitraum.
Rosi Schöffmann vom Verein GEMSE erklärt,
warum Awareness wichtig ist.
Betroffene Menschen sollen selbst entscheiden,
welche Unterstützung sie brauchen.
Ihre Sichtweise steht im Mittelpunkt.
Ein Awareness-Konzept ist für jeden Verein anders.
Es muss zu den Menschen,
zur Veranstaltung
und zur Organisation passen.
Die Sendung zeigt:
Sichere Räume entstehen nicht von selbst.
Menschen müssen gemeinsam daran arbeiten.
Dazu gehören klare Regeln,
gegenseitiger Respekt
und die Bereitschaft,
Verantwortung zu übernehmen.
Awareness und Schutzkonzepte helfen dabei,
Kultur für alle Menschen sicherer und offener zu machen.